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12.04.2021 Kategorie: Wort

Aufbrechen

Ostern

Während wir immer noch zweifeln

ob dieser Winter überwunden

hebt Gott einen Spross

aus der Erde ans Licht!

(Christoph Leisten)

Es sieht nicht danach aus, als dass der Winter sich geschlagen gibt. Der Frühling lässt noch auf sich warten, doch hier und dort sprießen Krokusse auf unseren Wiesen im Casinopark und die ersten Kirschbäume fangen an zu blühen, trotz der Kälte.

Am vergangenen Sonntag haben wir den Sonntag Quasimodogeniti (wie eben erst Geborene) gefeiert, den ersten Sonntag nach Ostern.

Jesus ist auferstanden! Das Grab ist leer, Maria, die Mutter Jesu und Maria aus Magdala erzählen es den Jüngern. „Der Herr ist auferstanden!“ Doch die Jünger können es nicht fassen.

Und dann kommt Jesus; er tritt mitten unter sie und grüßt sie: „Friede sei mit euch!“

Die Jünger sind überwältigt. Aber nicht alle können dieser Botschaft von der Auferstehung Jesu glauben.

Thomas bestreitet diese Geschichten: „Das ist unmöglich, keiner ist jemals aus dem Totenreich zurückgekehrt!“ Thomas will Beweise: „Erst wenn ich meine Finger in die Wundmale Jesu lege, will ich glauben.“

 „Ich glaube nur, was ich sehe“, sagen heute viele. Was ich mit dem Verstand erfassen und begreifen kann, das alleine zählt für mich. Aber stimmt das? Was glauben Sie?

An diesem ersten Sonntag nach Ostern kommt Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegen.

Uns will die Osterbotschaft deutlich machen, dass es neben der nüchternen Wirklichkeit etwas gibt, was sich mit unserem Verstand nicht begreifen lässt, was Glauben bedarf.

Jesus sagt: „Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben!“

Die Botschaft von der Auferstehung hat diese Welt verändert, daran gibt es keinen Zweifel.

So zeugt auch der Frühling immer wieder neu für das aufbrechende Leben in der Natur und spiegelt uns in Gottes Schöpfung diesen Aufbruch und Neuanfang allen Lebens gegen alle Widerstände.

Das Osterlied von Wilhelm Willms drückt es so aus:

Alle Knospen springen auf, fangen an zu blühen.

Alle Nächte werden hell, fangen an zu glühen.

Knospen blühen, Nächte glühen.

Alle Menschen auf der Welt fangen an zu teilen.

Alle Wunden auf der Welt fangen an zu heilen.

Menschen teilen, Wunden heilen,

Knospen blühen, Nächte glühen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete nachösterliche Zeit!

Beitrag von Diakon Hans-Peter Funhoff