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31.03.2026 Kategorie: Wort

Dazwischen

Zwischen Tod und Leben, so kann man die Zeit zwischen Karfreitag und Ostersonntag beschreiben.

Jesus ist gekreuzigt und gestorben am Kreuz, was für ein grausamer Fakt!

Seine Freundinnen und Freunde sind verzweifelt, seine Jünger teilweise zerrrieben zwischen Angst und Sehnsucht, zwischen großer Furcht und tiefer Hoffnung. Sollte es wahr sein, was er ihnen gesagt hatte: „Das alles muss der Menschensohn erleiden, aber am dritten Tage werde ich auferstehen!“

Jesu Leichnam liegt im Felsengrab, das Josef von Arimatäa gestiftet hat. Jesu Mutter und Maria aus Magdala waren dabei, als der schwere Stein vor das Grab gewälzt worden ist.

Denn das Misstrauen der führenden Priester und Pharisäer gegenüber Jesu Jünger ist groß. Sehr groß die Befürchtung, seine Freunde könnten den Leichnam stehlen und so Jesu Prophezeiung zur Wahrheit werden lassen. Also versiegelten sie das Grab und stellen zusätzlich Wachen auf.

Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe, bis Ostern wird keine Kirchenglocke mehr geläutet. Wie betäubt und innerlich abgestorben fühlen sich die Freunde Jesu. Grabesstille und doch Hoffnung, Hoffnung auf neues Leben, Hoffnung, das Jesus den Tod besiegt, dass er alle Zweifel und Ängste wegnimmt.

Und dann kommt der Ostermorgen. Matthäus schreibt im 28. Kapitel: „Nach dem Sabbat, in der Morgendämmerung des ersten Tages der neuen Woche, kamen Maria aus Magdala und Maria, die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.“ Doch was sie dann erleben, ist überwältigend. Die Szene ist gewaltig: die Erde bebt, ein Engel erscheint den beiden Frauen am Grab von Jesus und verkündet ihnen:

 „Fürchtet euch nicht! Jesus ist auferstanden von den Toten!“

 Die Frauen sind überwältigt. Aus Tod und Trauer erhebt sich die Freude, hellstrahlend im morgendlichen Licht! Es gibt für sie kein Halten mehr, sie laufen so schnell sie können zu den Jüngern, um ihnen die frohe Botschaft zu verkünden: „Jesus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.“

Mit diesen Worten wird in der Osternacht die Kerze in die dunkle Kirche getragen, das Licht durchbricht die Dunkelheit, neues Leben ist uns allen verheißen.

Der Tod ist überwunden durch den Sieg, durch die Auferstehung Jesu von den Toten. „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe Ostern!

Beitrag von Diakon i. R. Hans-Peter Funhoff