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24.04.2020 Kategorie: Wort

Glauben bekennen...

In Hohegeiß wie auch in vielen anderen evangelischen Kirchengemeinden wäre an diesem zweiten Sonntag nach Ostern jetzt eigentlich der Konfirmationsgottesdienst.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden würden im Gottesdienst öffentlich ihren christlichen Glauben bekennen, damit ihre Taufe bekräftigen (so wörtlich das lateinische Verb „confirmare“!) – und danach eingesegnet werden. Wegen des Corona-Virus jedoch sind diese schönen und fröhlichen Gottesdienste überall leider erst einmal verschoben. Verschoben, aber nicht aufgehoben!

Im Glauben festwerden, den Glauben bekennen, darum geht es bei der Konfirmation zum einen. Nicht nur Jugendlichen fällt das schwer. Und was heißt das denn auch, den Glauben an Gott, an Jesus Christus und den Heiligen Geist zu bekennen? Es sollen ja nicht nur leere Formeln und Worthülsen sein, nicht bei den Konfirmanden, nicht bei Erwachsenen, die zu ihrem Glauben stehen.

Und da kommt für mich der zweite, wichtigere Aspekt ins Spiel. Glauben bekennen heißt für mich, auf den dreieinigen Gott zu vertrauen, der uns den Glauben schenkt. Im Hebräerbrief heißt es: „Es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade (Hebräer 13, 9b)“. Auf diese Gnade Gottes vertrauen, darauf vertrauen, dass Gott bei uns ist mit seinem guten Geleit und Segen, das ist Glaube im besten Sinn.

Diese Zusagen werden unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden überall in unseren evangelischen Kirchengemeinden noch bekommen, persönlich wird ihnen der Segen Gottes mit Handauflegung zugesprochen werden. Gottes Gnade, der Zuspruch, dass er uns festigt und wir gefestigt werden, gilt uns allen!

In diesen für viele nicht ganz leichten Tagen und Wochen mit Kontaktverboten und gesellschaftlichem Stillstand will Gott uns bei allen Unsicherheiten, die gerade herrschen, stärken, unser Herz und unseren Glauben stabilisieren. Gott  konfirmiert uns, macht uns fest und stark für das, was vor uns liegt.

Darauf dürfen wir uns verlassen, daran glauben!

Beitrag von Pfarrer Andreas Widlowski